Wichtige Steueraspekte bei Mietimmobilien

Bei Einkünften aus Vermietung und Verpachtung ist primär auf die Einkünfteverlagerung hinzuweisen, also z. B. auf die Zahlung anstehender Reparaturen noch im laufenden Jahr.

Folgende Punkte sind dringend zu beachten:

Sollte das Entgelt für die Überlassung einer Wohnung zu Wohnzwecken weniger als 66 % der ortsüblichen Marktmiete betragen, so dürfen die Werbungskosten nur im Verhältnis der tatsächlichen Miete zur ortsüblichen Miete abgezogen werden. Der volle Werbungskostenabzug ist zulässig, sobald die 66 %-Grenze erfüllt ist.

Ein teilweiser Grundsteuererlass beantragt werden, sollten erhebliche Mietausfälle im Jahr 2018 entstanden sein. Voraussetzung dafür ist, eine wesentliche Ertragsminderung, die der Steuerpflichtige nicht zu vertreten hat. Diese liegt vor, wenn der normale Rohertrag um mehr als die Hälfte gemindert ist. In solchen Fällen kann die Grundsteuer um 25 % erlassen werden. Fällt der Ertrag in voller Höhe aus, ist ein Grundsteuererlass von 50 % möglich.

Der Antrag ist bis zu dem auf den Erlasszeitraum folgenden 31.3. zu stellen. Da der 31.3. im nächsten Jahr auf einen Sonntag fällt, verschiebt sich das Fristende auf den 01.04.2019.

Wichtig: Die Bewertungsregeln zur Berechnung der Grundsteuer wurden vom Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig erklärt. Bis zum 31.12.2019 muss der Gesetzgeber eine Neuregelung treffen. Bis dahin gelten die Regeln weiter. Ein Gesetzentwurf soll noch in diesem Jahr vorgelegt werden.

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Gabriele Züll

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