Steuerliche Förderung des Mietwohnungsneubaus

Durch steuerliche Förderung des Mietwohnungsneubaus, will die Bundesregierung neue Mietwohnungen im unteren und mittleren Preissegment schaffen. Erreichen will man dies, indem Sonderabschreibung gewährt werden, die bis zu 5 % im Jahr der Anschaffung oder Herstellung und in den folgenden drei Jahren beträgt.
In den ersten vier Jahren könne so insgesamt ist zu 20 % zusätzlich zur normalen/regulären Abschreibung abgeschrieben werden.

Es existieren zwei Kappungsgrenzen. Generelle Inanspruchnahme: Die Sonderabschreibung wird nur gewährt, wenn die Anschaffungs-/Herstellungskosten 3.000 EUR pro qm Wohnfläche nicht übersteigen. Bemessungsgrundlage der Sonderabschreibung: Nur Kosten bis max. 2.000 EUR pro qm Wohnfläche werden gefördert.

Über einen Zeitraum von 10 Jahren muss Wohnraum zur entgeltlichen Überlassung von Wohnzwecken entstehen um Sonderabschreibungen geltend zu machen.

Nur Baumaßnahmen aufgrund eines nach dem 31.08.2018 und vor dem 01.01.2022 gestellten Bauantrags oder, falls eine Baugenehmigung nicht erforderlich ist, einer in diesem Zeitraum getätigten Bauanzeige, werden gefördert. Auch bei der Anschaffung eines neuen Gebäudes wird auf das Datum des Bauantrags bzw. der Bauanzeige abgestellt.

 Ab dem Veranlagungszeitraum 2027 sind Sonderabschreibungen auch dann nicht mehr möglich, wenn der vorgesehene Abschreibungszeitraum noch nicht abgelaufen ist.

Beachten Sie: Der Bundesrat (Stellungnahme vom 19.10.2018) hält den Regierungsentwurf für unzureichend. Ein Kritikpunkt: Die Begrenzung der Anschaffungs-/Herstellungskosten auf
3.000 EUR pro qm Wohnfläche reiche nicht aus, um neue Wohnungen im bezahlbaren Mietsegment zu schaffen. Die Reaktion der Bundesregierung bleibt abzuwarten.

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Gabriele Züll

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